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20.01.2023

Too good to go!

Mit ein wenig Kreativität kannst du bei vielen Lebensmitteln mehr verwenden, als du denkst und musst gar nicht so viel davon wegwerfen. Wir zeigen dir, wie du mit einfachen Tricks mehr aus deinem Essen machst.
Mehr als ein Trend: Essen vom Vortag nicht wegzuwerfen, sondern kreativ weiterzuwenden. Gemüse mit „Stumpf und Stiel“ zu verarbeiten und nicht die Hälfte in die Tonne zu treten, und Ideen zu finden, mit denen auch die Lebensmittel, die wir ganz gewohnheitsmäßig als „Abfall“ wahrnehmen, mit Lust und Liebe zu betrachten und zu schauen, was wir daraus machen können. 
Die Wegwerf-Mentalität ist passé, nachhaltiges Leben ist die Zukunft. Nicht nur weil die Preise steigen, sondern weil wir mit Blick auf die Zukunft unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde neu gestalten sollten. 
Das klingt nach harter Arbeit und trocken Brot. Ist es aber nicht! Es macht Spaß, in der Küche Neues auszuprobieren Gemüse und Lebensmittel zu betrachten und sich zu fragen: Was mache ich nur mit dir, du kleiner Brokkoli? 

Die meisten Köchinnen und Köche am heimischen Herd schneiden am Brokkoli nur die Röschen ab und werfen den Stamm und die Äste (irgendwie sehen sie doch aus wie ein Baum, oder?) in den Müll. Mindestens die Hälfte des Gemüses geht so verloren. Wir haben eine Rezeptidee: 
     
 pexels-brokkoli-pasta pexels-brokkoli

Pasta mit ganzem Brokkoli (für 4 hungrige Personen) 

500 g Brokkoli 
1 Knoblauchzehe 
2 El Olivenöl 
eine Handvoll geschnittene Petersilie 
500 g Penne (oder andere Kurzformen wie Fusilli oder Rigatoni) 
1 Kugel Mozzarella 
Pfeffer und Salz, Chiliflocken 
 
Den Stamm und die Äste des Brokkoli schälen und in kleine Scheiben schneiden. Die Röschen vorsichtig zerteilen. Zuerst die Scheiben in kochendes Salzwasser geben, zwei Minuten kochen lassen, dann die Röschen hinzugeben und alles bissfest kochen (etwa 3-4 Minuten). 

Unterdessen in einer großen Pfanne den fein geschnittenen Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Den Brokkoli abgießen und auf einem Brett hacken. In der Pfanne schwenken, sodass er schön mit dem Öl überzogen ist. Petersilie hinzufügen, kräftig salzen und pfeffern. 
 
Die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen und etwa 200 ml des Nudelwassers auffangen. Die Pasta unter den Brokkoli mischen, Nudelwasser hinzufügen, bis eine angenehme Konsistenz erreicht ist und den klein geschnittenen Mozzarella ganz zum Schluss darüber geben, damit er gerade so schmelzen kann. Mit Chiliflocken bestreuen (vorsichtig). 
 
 pexels-kartoffel-pfannenpizza pexels-kartoffeln

Eine Einladung zum Genießen sind Pellkartoffeln, die vom Vortag übriggeblieben sind (wir kochen inzwischen extra mehr, damit wir genau das machen können):   

Kartoffelpizza 

1 kg mehligkochende Kartoffeln (am Vortag gekocht) 
5 El Olivenöl 
180 g Mehl 
1 El Grieß 
100 g geriebenen Parmesan 
Salz, Muskatnuss, Pfeffer 
 
Die Kartoffeln schälen und auf einer Reibe fein reiben. Die restlichen Zutaten dazugeben und alles zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Rolle formen (etwa 6 Zentimeter Durchmesser) und in dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in der Mitte etwas eindrücken und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. 
 
Was hast du im Kühlschrank? Eine halbe Paprika, ein paar Tomaten, Oliven, einen Rest gekochtes Gemüse, einige Würfel Butterkäse? Das alles passt wunderbar auf die kleinen Pizzen, auch einfach nur mit frischem Oregano, Meersalz und ein paar Tropfen Olivenöl ein köstliches Vergnügen.  

Bei 220 Grad etwa 20 – 25 Minuten backen. 

Schrumpelgefahr bei Äpfeln und Karotten? Manchmal hat man mehr eingekauft als nötig und alle greifen diskret an den Äpfeln und Wurzeln, die ein wenig müde werden, vorbei. 

Eine tolle und schnelle Art, ihnen neues Leben einzuhauchen, ist der 
Kickstarter-Aufstrich 

1 Apfel (gern mit Schale) 
1 Karotte (Bio-Karotten nur gut waschen) 
2 gehackte Walnüsse 
1 El Frischkäse 

Gemüse und Obst fein raspeln und mit den Walnüssen und dem Frischkäse gut vermischen. 
Auf frischem Brot ein Genuss! 

Und zum Schluss noch eine Idee für Blumenkohl: 
Oft versteckt sich der weiße hübsche Kohlkopf in einem dicken Blätterbett. Hat man ihn rausgeschnitten, bleibt manchmal nur noch die Hälfte übrig. Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen, die Blätter einzeln dazugeben, mit Olivenöl und etwas gemahlenem Koriander vermischen. Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 200 Grad im Ofen rösten. Knusprig und zart sind die Blätter auf einmal eine richtige Delikatesse! Mit Bio-Zitrone-Basilikum-Dressing oder der Bio-Black-Pepper-Sauce machst du daraus ein besonderes Gericht. 
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