03.09.2021

Urlaubsreise in der Küche – Spanien

Bei uns neigt sich der Sommer eindeutig seinem Ende entgegen. Verdächtig herbstlich ist es morgens schon. Am Mittelmeer ist der September ein zauberhafter Monat. Angenehme Wärme, sanftes Licht und auf den Wochenmärkten liegt verlockend die reiche Obst- und Gemüseernte. Aber nur weil wir schon Pullover tragen, brauchen wir nicht aufhören zu reisen, zu genießen und zu probieren, oder? Küchenreisen führen in den schönsten Spätsommer.
Bei uns neigt sich der Sommer eindeutig seinem Ende entgegen. Verdächtig herbstlich ist es morgens schon. Am Mittelmeer ist der September ein zauberhafter Monat. Angenehme Wärme, sanftes Licht und auf den Wochenmärkten liegt verlockend die reiche Obst- und Gemüseernte. Aber nur weil wir schon Pullover tragen, brauchen wir nicht aufhören zu reisen, zu genießen und zu probieren, oder? Küchenreisen führen in den schönsten Spätsommer.

Wir sind viel herumgekommen in den letzten Wochen zwischen Kühlschrank und Herd: in die Türkei, nach Marokko und Frankreich haben wir uns mit Gewürzen, Zutaten und Geschmacksrichtungen aufgemacht. Heute packen wir die Tasche für Spanien.

 

Spanische Küche – schon immer regional, saisonal und frisch


Man kann von der französischen oder auch der italienischen Küche sprechen – es gibt einen unverkennbaren Stil und eine Auswahl an Zutaten und Kräutern, die den Charakter dieser Landesküchen unverwechselbar machen. Natürlich auch traditionelle Gerichte und berühmte Standards. Was die spanische Küche angeht, ist die Lage ein bisschen zerfranster, auf sympathische Weise vielfältig und regional geprägt. Im Süden, in Andalusien, sind arabische Einflüsse prominent. Kreativ und wild kochen die jungen Stars in Barcelona, an der Küste Galiciens wachsen die weltbesten Muscheln und nicht umsonst ist in Valencia die Paella erfunden worden: Hier liegen große Reisanbaugebiete. Was diese großartige Küche aber überall im Land auszeichnet, ist die Verwendung regionaler, frischer und saisonaler Produkte, verbunden mit traditionellen Rezepten, der Liebe zu Tapas und gutem Wein. Hervorragendes Olivenöl ist ein Grundzutat an Salaten, Tapas und Fisch. Du kannst extra natives, eher fruchtiges Olivenöl nehmen oder auch Olivenöl mit dem Aroma von Knoblauch oder Zitrone

 

Drei Klassiker bringen dich im Handumdrehen auf die iberische Halbinsel:


 

Glück bei Gluthitze: Gazpacho


Gazpacho ist eine pürierte Suppe aus rohen Gemüsen, die eiskalt serviert wird. Das Schöne ist: Du musst dich nicht streng an ein Rezept halten, sondern kannst nach Herzenslust variieren. Salatgurken gehören dazu (schälen und die Kerne rausnehmen), rote Paprikaschoten und unbedingt Tomaten. Alles waschen kleinschneiden. Zwei Scheiben Toast kurz in kaltes Wasser tauchen, ausdrücken und dazugeben. Dann noch gepressten Knoblauch und reichlich Olivenöl, eiskaltes Wasser oder drei Eiswürfel, Zitronenpfeffer und Salz. Pürieren, kaltstellen, Weißbrot dazu reichen. Gut schmeckt es auch, wenn du die Suppe am Ende mit einem Schuss weißen Balsamico abschmeckst.

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Schlicht und schön: Tortilla


Tortilla wird überall in Spanien serviert. Wenn es ein spanisches Nationalgericht gibt, dann ist es wohl das berühmte Kartoffel-Omelett. Tortilla besteht aus nur wenigen Zutaten: Kartoffeln, Eiern und Olivenöl. In manchen Regionen gibt man noch Zwiebeln und Knoblauch dazu. Für zwei Esser nimmst du auf etwa 350 Gramm Kartoffeln drei Eier. Die Kartoffeln schälen und in kleine Stückchen schneiden. In einer schweren Pfanne erhitzt du Olivenöl (nicht zu heiß!) und lässt darin die Kartoffeln garen – nicht braten und nicht braun werden lassen. Währenddessen die Eier in einer Schüssel luftig aufschlagen. Mit Pfeffer, Salz und mit der Gewürzmischung Patatas Bravas würzen. Die perfekt leichte Schärfe und Würzigkeit! Wenn die Kartoffeln weich sind, die Eiermasse in die Pfanne gleiten und stocken lassen. Jetzt kommt der interessante Teil: Wenn die untere Hälfte luftig-fest geworden ist, geht es ans Wenden. Entweder du machst die Luftnummer (riskant) oder benutzt eine zweite Pfanne. Auch kalt ein super leckeres Essen zu jeder Tageszeit!
 
 

Tapas – kleine Häppchen, große Freude

 
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Zu einem Feierabendgläschen lieben die Spanier ihre Tapas, manchmal bekommt man die Appetithäppchen auch als Vorspeise. Wunderbar sind natürlich immer Oliven in einem Schälchen, Kapern oder eingelegte Paprika. So einfach wie süchtig machend sind auch weiße Riesenbohnen mit Chorizo und Salbei. Frisches Weißbrot gehört immer dazu und nicht zu vergessen: die Knoblauchsauce. Unseren Aioli-Dip kannst du mit Mayonnaise oder mit Joghurt anrühren. Die Aioli passt zu Fisch, Ofengemüse und Fleisch und ist den Spaniern in die DNA eingeschrieben. Man kann auch einfach nur das Weißbrot eintunken. Dazu ein fruchtiger, trockener Castillo del Mago und deine Reise wird ein Erfolg!
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Spanien / Tapas / Gewürze / Essig / Öl