20.08.2021

Saisonkalender: August

Man weiß natürlich, wie gesund, wie lecker und ökologisch sinnvoll es ist, regionales Gemüse und das Obst aus heimischem Anbau zu kaufen. Doch dann steht man ohne eine Idee im Supermarkt und schaut sich ratlos um. Was ist denn auf unseren Feldern gewachsen und was wurde gerade aus Südamerika eingeflogen?
Geht es euch auch so? Man weiß natürlich, wie gesund, wie lecker und ökologisch sinnvoll es ist, regionales Gemüse und das Obst aus heimischem Anbau zu kaufen. Doch dann steht man ohne eine Idee im Supermarkt und schaut sich ratlos um. Was ist denn auf unseren Feldern gewachsen und was wurde gerade aus Südamerika eingeflogen? Das ganze Jahr über liegen Aprikosen im Regal und nur am Preis kann man zuweilen erahnen, welche Früchte off-season sind.

Obst und Gemüse in Hülle und Fülle


Eine Alternative für die Groborientierung ist immer der Wochenmarkt. Dort stehen die Obst- und Gemüsebauern mit ihren Ständen. Und wenn überall zum Beispiel Rhabarberstangen leuchtend rot liegen, dann spricht einiges dafür, dass April ist. Bei dem Marktgang im August wird die Lage unübersichtlicher. Es gibt nicht das eine Gemüse oder die eine Obstsorte, die ein klares Signal senden, denn zu keiner Jahreszeit ist bei uns das Angebot an regional angebauten Obst- und Gemüsesorten üppiger, vielseitiger und verführerischer als im August. Ein echter Wonnemonat für alle, die Frisches lieben! Frisch geerntet, kurze Wege zum Markt – besser geht es wirklich nicht.

Um dir im Supermarkt die Wahl zu erleichtern und dir vielleicht auch Lust auf frische Sachen für deine Küche zu machen, die nicht auf der Liste deiner Standardeinkäufe stehen, stellen wir in unserem Blick auf den Saisonkalender einige Gemüse- und Obstsorten vor, die im August Saison haben.

 

Bohnen – Geschmack von der Stange


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Grüne Bohnen sind reif! Die langen Stangenbohnen sind jetzt knackfrisch, leuchtend grün und in so vielen Variationen lecker, dass wir davon nicht genug bekommen können. Für einen Bohnensalat der Extraklasse kochst du die Bohnen in Salzwasser bissfest und schreckst sie in kaltem Wasser ab. Eine Handvoll kleine Kapern aus dem Glas in die Schüssel geben. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und einen beherzten Löffel grobkörnigen Senf unterrühren. Pfeffer, Salz und einen Teelöffel Französisch Alleskönner zusammen mit Olivenöl verrühren. Bohnen untermischen und eine halbe Stunde durchziehen lassen. Wenn du es ausgesprochen würzig magst, kannst du noch frischen Estragon dazufügen. Ziemlich gut, oder?

 

Fenchel – Die ätherische Knolle


Fenchel scheidet die Geister, manche mögen sich mit dem leicht süßlichen Anisaroma gar nicht anfreunden. Wer die Knolle, die voller ätherischer Öle steckt und die Verdauung positiv beeinflusst, aber einmal für sich entdeckt hat, will sie in der Küche nicht mehr missen. Fenchel passt wunderbar zu Risotto und Pasta, perfekt zu Fisch und in Salaten. Für ein duftendes Sommerblech den Fenchel waschen und in Streifen schneiden (Paprika, Karotten und Blumenkohl passen bestens dazu), auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausbreiten und mit fruchtigem Olivenöl mit Zitrone beträufeln. Ofen auf 190 Grad vorheizen und das Gemüse für 25 Minuten schmoren lassen. Zum Schluss einen Esslöffel milden, fruchtigen Balsamico Bianco darüber träufeln. Mit Ciabatta zum Auftunken ein tolles Sommerabendessen. Fenchel hat übrigens bis in den Spätherbst hinein Saison!

 

Kohlrabi – Kindheitstrauma reloaded


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Ein oft ungeliebtes Gemüse ist ebenfalls ein Geschenk des August: der Kohlrabi. Viele Menschen haben in ihrer Kindheit schwere Traumata erlitten, die alle mit Kohlrabi, Mehlsaucen und matschigen Kartoffeln zu tun haben. Gib der kleinen knackigen Knolle eine zweite Chance! Für ein leichtes, überraschend geschmacksintensives Carpaccio schälst du den Kohlrabi, entfernst vorsichtig holzige Stellen und schneidest die Knolle mit einem großen, scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben. Richte sie auf einem flachen Teller ziegelförmig an. Dann hobelst du Parmesan in dünne Scheiben und legst sie auf und zwischen das Gemüse. Schwarzen Pfeffer frisch darüber mahlen und kräftig salzen. Großzügig mit duftendem Olivenöl übergießen. Nun frische Thymianblättchen (für ein Kohlrabi-Carpaccio geht getrockneter Thymian leider nicht) von den Stielen ziehen und darüber streuen. Fertig. Geniale Vorspeise. Wenn du dein Gemüse lieber mit mehr Sauce magst, wäre ein würziger Aioli-Dip mit Joghurt angerührt eine prima Ergänzung. Kohlrabi schmeckt, versprochen.

Dass die Beeren los sind im August, müssen wir nicht eigens betonen, oder? Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren kommen frisch aus dem Freilandanbau. Süß, fruchtig und einfach unwiderstehlich in ihrem Geschmack nach konzentriertem Sommer. Gönn dir!
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August / Frisch vom Feld