15.10.2021

Kürbis-Spezial – Hochsaison für die Panzerbeere

Panzerbeere – so heißen die die Kürbisfrüchte botanisch und offiziell. Und wer schon einmal mit einem stumpfen Messer versucht hat, einen Kürbis zu zersäbeln, der versteht diesen Namen sehr gut. Hart wie ein Panzer wehrt sich die Kürbisschale, wenn man ihr mit dem falschen Werkzeug zuleibe rückt. Also ein scharfes Messer brauchst du schon, um das leuchtende Herbstgemüse in ein gutes Essen zu verwandeln. Aber es lohnt sich!
Panzerbeere – so heißen die die Kürbisfrüchte botanisch und offiziell. Und wer schon einmal mit einem stumpfen Messer versucht hat, einen Kürbis zu zersäbeln, der versteht diesen Namen sehr gut. Hart wie ein Panzer wehrt sich die Kürbisschale, wenn man ihr mit dem falschen Werkzeug zuleibe rückt. Also ein scharfes Messer brauchst du schon, um das leuchtende Herbstgemüse in ein gutes Essen zu verwandeln. Aber es lohnt sich! Unter den unglaublich zahlreichen Kürbissorten hat sich bei uns eine Handvoll durchgesetzt, die verschiedene Farben, Formen und Geschmacksnoten mitbringen. Verwandt ist der Kürbis übrigens mit Zucchini, Gurke und Wassermelonen – alles Kürbisgewächse.
Aber egal ob Butternuss, Bischofsmütze, Muskat, Hokkaido oder Spaghetti: Kürbisse bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und enthalten dabei gesunde Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen, haben einen hohen Vitamingehalt und Beta Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt, und das für strahlende Haut sorgt. Gesund sind sie also in jedem Fall und sie bereichern die Speisekarte des Herbstes mit großartig vielen Zubereitungsarten und Geschmacksrichtungen. Leuchtend orange, gelb, grün bis grau, buttrig, maronig und köstlich: Jetzt sind sie reif. Es ist die beste Zeit für wärmende Kürbisgerichte.
 
Nichts gegen eine klassische Kürbissuppe, die püriert mit Brühe angegossen wird, aber es warten so viel mehr Ideen und Aromen rund um Kürbis, die du probieren kannst! Denn da Kürbis fast in der ganzen Welt angebaut wird, gibt es auch aus jeder Ecke und jeder Landesküche aufregende Rezepte. Pepp und neue Geschmackserlebnisse gewinnst du aber schon, wenn du zum Beispiel mit Vanille oder Zimt, Haselnüssen und Bittermandelöl experimentierst. Kürbis ist ein Freund von süßen und scharfen Begleitern.

 

Gebackener Kürbis – ein leuchtender Hallodri


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Einfach in der Zubereitung und dabei voller Varianten steckt der gebackene Kürbis. So wie Süßkartoffeln bereitest du den Kürbis im Ofen auf dem Backblech zu. Hokkaido muss man nicht schälen. Wahrscheinlich ist er deshalb zum beliebtesten Kürbis Deutschlands aufgestiegen. Er schmeckt auch toll: intensiv, leicht nussig und fruchtig. Mit der Gemüsebürste schrubben, zerteilen, das Kerngehäuse mit einem Löffel entfernen und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. In einer Schüssel kannst du nun Öl und Gewürze vermischen. Klassisches italienisches Olivenöl oder natives Olivenöl mit frischem Knoblauch ist eine perfekte Grundlage. Zum Knoblauchöl gibst du die Gewürzmischung Alleskönner Orientalisch, gern noch Meersalz, Cayennepfeffer und gemahlenen Koriander. Aber lass deiner Phantasie gern freien Lauf: Zimt oder Harissa, Zitronenpfeffer oder eine indische Gewürzmischung tun dem Kürbis auch gut. Alles vermischen und die Kürbisspalten unterheben, bevor sie aufs Blech kommen. Nach ungefähr zwanzig Minuten sind sie bei 180 Grad weich genug. Mit einer Gabel reinstechen, dann weißt du, wann es soweit ist! Superlecker als Beilage zu Fisch oder Fleisch oder einfach zum Vernaschen.

 

Pasta à la Kürbis – Ein italienischer Herbstabend


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In ganz anderer Gestalt ist der Kürbis ein großartiger Begleiter für Tagliatelle. In einem unglaublich leuchtenden Orange bekommt ein Herbstabend mit diesem Pastagericht eine besondere Note. Hokkaido oder Butternusskürbis sind beide gut geeignet. Einen kleinen Kürbis im Ofen weich garen und anschließend pürieren oder zerteilen. Etwa 150 Gramm geschälte und gehackte Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett bräunen, mit 100 ml Weißwein ablöschen, einen Becher Sahne dazugießen und mit Thymian, Muskat, Cayennepfeffer und Salz würzen. Kürbis unterheben und die Sauce mit 500 Gramm gekochten Tagliatelle vermischen. Mit reichlich geriebenem Parmesan bestreuen und wenn du hast, krönst du dieses Farbspektakel mit frischen Basilikumblättern.

 

Pasta ohne Nudeln – Spaghetti-Kürbis mit Spinat und Feta


Der Spaghetti-Kürbis hat seinen Namen nicht von ungefähr: Mit der Gabel zerreißt man den weich gegarten Kürbis in lange Fäden, die aussehen wie Spaghetti und die du genauso verwenden kannst. Den Kürbis halbieren, Kerne mit einem Löffel herausschaben, mit Olivenöl einpinseln und auf die Schnittkante setzen. Bei 180 Grad ungefähr 40 bis 45 Minuten im Ofen garen. In der Zwischenzeit lässt du frische Spinatblätter in Olivenöl und bei hoher Temperatur zerfallen, gibst die Gewürzmischung Alleskönner Indisch dazu und rührst gewürfelten Feta unter. Wenn der Kürbis gar ist, drehst du die Hälften um und furchst mit einer Gabel Fäden aus dem weichen Fruchtfleisch (funktioniert wirklich!). Die Schalen machen sich super hübsch als Teller, in denen du das vegetarische indische Essen servieren kannst. Und nicht nur an Halloween mächtig Eindruck machst.
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Kürbis / Herbst